• Dietmar Muscheid

Drei Fragen an ...

Dietmar Muscheid, DGB-Bezirksvorsitzender Rheinland-Pfalz/Saarland

Was braucht es, damit die betriebliche Ausbildung in Rheinland-Pfalz attraktiv bleibt?

Im Rahmen der Fachkräftestrategie wurde nochmals der hohe Stellenwert der betrieblichen Ausbildung für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz herausgestellt. Attraktivität schafft man hier über vielfältige Ausbildungsangebote, die besonders hohe Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung und über Wertschätzung junger Menschen, die sich für eine Berufsausbildung entscheiden. Hier sind die Unternehmen und Betriebe gefragt. Um das hohe Niveau in der Ausbildung zu halten, ist außerdem Geld für die gute Ausstattung der Berufsschulen nötig. Dabei darf man die Kommunen nicht alleine lassen.

Was schätzen Sie besonders an Rheinland-Pfalz?

Ich schätze besonders die Dialogkultur, die wir hier im Land pflegen. Am ovalen Tisch der Ministerpräsidentin und ebenso bei der Entwicklung der Fachkräftestrategie stehen alle Beteiligten im ständigen Austausch. Auch in schwierigen Zeiten und bei unterschiedlichen Meinungen ist dieses Dialogband nie abgerissen.

Warum sollten Ausländer nach Rheinland-Pfalz kommen und hier arbeiten?

Rheinland-Pfalz ist ein starker Industrie- und Wirtschaftsstandort. Es gibt viele gute Beispiele, wie in Unternehmen und Betrieben die Sozialpartnerschaft gelebt wird. Gerade in unseren großen Firmen herrschen oft gute Mitbestimmungsstrukturen und Arbeitsbedingungen. Nichtsdestotrotz sollten wir noch attraktiver und offener für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden. Dafür braucht es ein modernes Einwanderungsgesetz. Zusätzlich sollte der Arbeitszugang für Asylsuchende weiter verbessert werden. Auch in diesen Fragen haben wir in der Landesregierung eine gute Partnerin, die auf Bundesebene die Interessen von Rheinland-Pfalz vertritt.

Foto: DGB

Gewerkschaft

DGB Rheinland-Pfalz/Saarland

In RLP gibt es viele gute Beispiele, wie in Unternehmen und Betrieben die Sozialpartnerschaft gelebt wird.
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