10.10.2017

Erstklassige Europaforschung

Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz wird für weitere sieben Jahre gemeinsam von Bund und Ländern gefördert

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz (IEG) erhält für weitere sieben Jahre eine gemeinsame Förderung. Das haben Bund und Länder im Ausschuss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im September beschlossen. Dabei stützen sie sich auf eine entsprechende Förderempfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft. Dieser Empfehlung lag eine umfangreiche Evaluierung der Leistungsfähigkeit des IEG zu Grunde.

„Die Anerkennung der Leistungen des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte durch Bund und Länder unterstreicht die Bedeutung des Instituts über den Wissenschaftsstandort Mainz hinaus“, stellte Wissenschaftsminister Konrad Wolf erfreut fest. Noch wichtiger sei aber, dass „es dem Institut gelingt, sein aktuelles Leitthema ‚Umgang mit Differenz im Europa der Neuzeit‘ mit solch hoher Qualität zu bearbeiten. An der wissenschaftlichen Durchdringung dieser Fragestellung besteht aktuell ein ganz besonderes gesellschaftliches Interesse.“

Die Evaluierung des IEG fand im Rahmen einer regulären Überprüfung statt, der sich Leibniz-Institute alle sieben Jahre unterziehen. Eine international und interdisziplinär zusammengesetzte wissenschaftliche Bewertungsgruppe besuchte dazu das Institut. Bei dieser Überprüfung stellte die Leibniz-Gemeinschaft fest, dass das Institut „starke Leistungen in der Forschung“ erbringe. Die fünf begutachteten wissenschaftlichen Teilbereiche wurden überwiegend als „sehr gut“, in einem Fall sogar als „sehr gut bis exzellent“ bewertet. Auch die Leistungen in anderen Bereichen wie Infrastruktur, Nachwuchsförderung, Gleichstellung und Internationalisierung wurden positiv begutachtet.

Irene Dingel, Direktorin des IEG in der Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, stellte fest: „Die Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft, der sich Bund und Länder nun angeschlossen haben, zeigt, dass sich das IEG fest in der deutschen und der internationalen Wissenschaftslandschaft verankert hat.“ Johannes Paulmann, Direktor der Abteilung für Universalgeschichte, unterstreicht: „Durch die Fortsetzung der Bund-Länder-Förderung haben wir eine hervorragende Grundlage, um die Stellung des IEG als interdisziplinäre, epochenübergreifende und grenzüberschreitende Forschungseinrichtung zur Geschichte Europas weiter auszubauen.“

Beim Ausbau der Aktivitäten des IEG wird gemäß der Empfehlungen des Senats der Leibniz-Gemeinschaft dem Bereich der „digital humanities“ besondere Bedeutung zukommen. 

Die Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft zum IEG ist im Wortlaut unter www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/evaluierung/das-evaluierungsverfahren-des-senats/senatsstellungnahmen/ abrufbar.